Selbstwirksamkeitscoaching Mammakarzinom

Eine prospektive klinische Studie zum
Nutzen der Beratung zur Selbsthilfe bei Brustkrebs

Verbesserung des Krankheitsverlaufs von Brustkrebs durch Selbsthilfe?

Viele Patienten mit Krebs fragen: «Was kann ich selbst für mich tun?» Sie glauben an die Kraft eigener Ressourcen zur Krankheitsbewältigung, und zwar – wie die Abbildung zeigt – in Ergänzung zur medizinischen Krebstherapie.

Das Zusammenwirken von «äusserem Arzt», der Medizin, und «innerem Arzt», der Heilkraft des Patienten, zur Erzielung bestmöglicher Ergebnisse bei der Krankheitsbewältigung.
Es steht fest: Selbsthilfe kann zur Verbesserung der Lebensqualität bei Krebs beitragen. Aber kann Selbsthilfe auch die Aussicht auf Heilung verbessern? Und lässt sich solche Selbsthilfe erlernen? Um diese Fragen geht es in der SECOM-Studie.

Förderung der Selbstwirksamkeits­erwartung

Die Bewältigung von Krisen oder Krankheiten hängt unter anderem von der Kraft der körpereigenen Abwehr ab. Seit den 1980er-Jahren weiss man, dass dabei die sogenannte Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) eine zentrale Rolle spielt.

Als Selbstwirksamkeitserwartung bezeichnet man die Überzeugung, kritischen Herausforderungen des Schicksals nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern ihnen mit eigenen Ressourcen – körperliche Abwehrkräfte, Lebenseinstellung, Motivation – wirksam begegnen zu können.

Welche Bedeutung die SWE bei Frauen mit Brustkrebs hat und wie sie am besten gefördert werden kann, ist hingegen noch nicht systematisch erforscht worden. Die SECOM-Studie soll diese Frage wissenschaftlich beantworten. Zu diesem Zweck vergleichen wir zwei Verfahren zur Förderung von Selbsthilfe und SWE:

1. Das Standardverfahren: Die heute allgemein übliche Form der Beratung der Patientinnen zum Selbst­management ist je nach Bedarf durch verschiedene Fachper­sonen wie Mediziner, Komplementärmediziner, Psychologen, Pflegende, Ernährungsberater, Seelsorger, Care-Manager und Sozialarbeiter gewährleistet.

2. Das innovative Verfahren: Als Basis dient ebenfalls das Standardverfahren 1, jedoch wird dieses etwas erweitert durch eine systematische Unterstützung der Patientin bei der Planung und Durchführung ihrer Selbst­hilfemass­nahmen. Diese Unterstützung soll durch einen speziellen Selbsthilfe-Coach geleistet werden. Dieser arbeitet nach einem seit über sieben Jahren getesteten Leitfaden zum Empowerment von Frauen mit Brustkrebs*.

Besondere Kennziffern der SECOM-Studie

  • Bei SECOM handelt es sich um eine prospektive, multi­zentrische, zentrenvergleichende klinische Interventions­studie mit einer Laufzeit von mehr als 7 Jahren.
  • 36 Onkologie-/Brustzentren aus Deutschland und der Schweiz arbeiten in der Studie zusammen und begleiten  945 Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium.
  • Der Nutzen der in der Studie getesteten Verfahren zur Förderung von Selbsthilfe und SWE wird mittels etablierter Verfahren an folgenden Kriterien gemessen: Selbstwirksamkeitserwartung, Lebensqualität, Selbst­hilfe-Profile, Compliance, Komorbidität sowie – langfristig – an den Ergebnissen der Tumortherapie.
  • Initianten der SECOM-Studie sind die Stiftungen Patientenkompetenz Deutschland und Schweiz, www.stiftung-patientenkompetenz.de bzw. www.patientenkompetenz.ch, zusammen mit dem Verein Patientenkompetenz, verein@patientenkompetenz.ch.
  • Verantwortlich für die Durchführung der Studie ist eine der grössten europäischen Forschungsorganisationen
    für klinische Brustkrebsstudien, die iOMEDICO CRO in Freiburg i. Br., www.iomedico.com.
  • Methodische und ethische Begutachtungen der SECOM-Studie sind erfolgt.

Finanzierung

Die SECOM-Studie wird finanziert aus zweckgebundenen Zuwendungen seitens privater Spender, Förderorgani­­sationen der Krebsforschung sowie von Unternehmen mit einem Engagement im Gesundheitswesen.

Mit den Spendenmitteln wird der gesamte Aufwand der Studie finanziert: methodische und ethische Begutachtungsverfahren; Ausbildung und Supervision der Patien­tinnen-Coaches; Ausstattung, Auditing und Monitoring der Studien­zentren; Erhebung und Auswertung des umfang­reichen Datenmaterials; Veröffentlichung der Ergebnisse.

Spenden sind steuerlich abzugsfähig; Spendenbelege werden erteilt.

Stiftung Patientenkompetenz
Stiftung Patientenkompetenz
c/o Heinz Hofstetter
alte Landstrasse 382
8708 Männedorf

Tel. 076 721 22 77
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