Ergebnisse einer Studie zur Selbstwirksamkeit bei Brustkrebs.

Lebensqualität von Frauen mit frühem Mammakarzinom: Sechs Schweizer Onkologie Zentren im Quervergleich.

C. K. Baumann,  Prolindo, Onkologie & Hämatologie Team am Lindenhofspital, Bern, Schweiz

P. C. Dubsky,  Hirslanden Klinik St. Anna, Luzern, Schweiz

M. Fehr,  Kantonsspital Frauenfeld, Thurgau, Schweiz

R. Morant,  Tumorzentrum ZeTuP Rapperswil-Jona und ZeTuP St. Gallen, Schweiz

S. von Orelli,  Stadtspital Triemli, Zürich, Schweiz

N. Marschner,  iOMEDICO AG, Freiburg, Deutschland

Hintergrund und Ziel:

Im Rahmen eines Forschungsverbunds planen Deutsche und Schweizer Krebszentren die Durchführung der prospektiven, zentrenvergleichenden Studie SECOM PSWE, bei der es um die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung von Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium in Bezug auf Lebensqualität und Therapieergebnisse geht. Im Rahmen der FACT-G Vorstudie stand die Frage im Vordergrund, ob es größere Unterschiede der mittleren Lebensqualität der Patientinnen an den an SECOM PSWE beteiligten Studienzentren gibt. Die FACT-G Studie wurde vom klinischen Forschungszentrum iOMEDICO Freiburg i. B geplant und ausgewertet und von der Stiftung Patientenkompetenz Schweiz getragen.

Methoden:

An der Erhebung zur Lebensqualität ihrer Patientinnen nahmen 6 Schweizer Onkologie Zentren teil. Zur Lebensqualität befragt wurden insgesamt 45 Patientinnen mit histologisch bestätigtem frühem Mammakarzinom mit Indikation zu systemischer neoadjuvanten oder adjuvanten Therapie (Chemo- oder Hormontherapie) mit ECOG Performance Status 0-2. Die zentrenspezifische Lebensqualität wurde über den FACT-G Fragebogen zu zwei Zeitpunkten, und zwar kurz nach der Krebsdiagnose sowie 3 Monate später ermittelt. Die Fragebögen wurden von den Patientinnen im Sinne eines Selfassessment ausgefüllt und vom Datenzentrum in anonymisierter Form ausgewertet. Die schriftliche Einverständniserklärung der Patientinnen wurde vor der Befragung eingeholt. Die Auswertung erfolgte deskriptiv mit Datenstand vom 20.12.2018.

Ergebnisse

Zu Baseline ergab sich als mittlerer Lebensqualitätsscore über alle Zentren ein Score von 86.3 (Range 80.7 – 96.0). Nach 3 Monaten ergab sich mit einem mittlerer Score von 92.4 (Range 89.3 – 103.6), eine leichte Lebensqualitätsverbesserung innerhalb der ersten 3 Behandlungsmonate.

Die ermittelte Lebensqualität der Frauen mit Brustkrebs ergab für alle Zentren ein vergleichbares, nicht signifikant unterschiedliches Niveau. Folglich darf davon ausgegangen werden, dass die durchschnittliche Lebensqualität der Patientinnen auch in der geplanten Studie SECOM PSWE ähnlich und somit kein Faktor sein wird, der die zu erhebenden Daten verzerren könnte. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich in einer vergleichbaren Analyse der Lebensqualität von Frauen mit frühem Mammakarzinom an 30 Deutschen Onkologie Zentren. Im Mittel ergab sich bei den Deutschen Zentren ein Lebensqualitätsscore von 69.8. Verglichen mit der zentrenspezifischen Lebensqualität der Deutschen Zentren liegt die Lebensqualität der Schweizer Zentren etwas höher.

Dank

Der Stiftungsrat der Stiftung Patientenkompetenz bedankt sich bei ihren Förderern und Gönnern für die finanziellen Zuwendungen, ohne die die Planung der Studie SECOM PSWE und die Durchführung der FACT-G Vorstudie nicht möglich gewesen wäre. Und sie bedankt sich bei der Compatence Projekt Management GmbH für die administrative Studienbetreuung.

Stiftung Patientenkompetenz
c/o Heinz Hofstetter
alte Landstrasse 382
8708 Männedorf
Tel. 076 721 22 77
info@patientenkompetenz.ch

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